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der DFB von Disentis nach Gletsch
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Am 4. Juli 1927 wurde die
Bahnlinie von Disentis über Andermatt und Realp nach Gletsch
eröffnet, die nach rund einem Jahrzehnt - zumindest während den
Sommermonaten - die Lücke zwischen den bestehenden Strecken schloss
und dadurch später die Einführung des berühmten
"Glacier-Express" ermöglichte. 1940-1942 wurde die Linie
elektrifiziert und mit Lokomotiven des Typs HGe 4/4¹ betrieben, die heute nur noch selten
für fahrplanmässige Züge eingesetzt werden (Bild: oberhalb von
Disentis). Nach der Stilllegung
des nicht wintertauglichen Streckenabschnitts Realp-Gletsch ...
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... über
die Furka im Oktober 1981 befuhr erstmals am 3. Juli 2001-
anlässlich des 75-Jahre-Jubiläums - wieder ein direkter Zug diese Strecke. Von Disentis bis Andermatt
wurde für die Führung dieser Sonderfahrt eine der bereits erwähnten,
Nostalgie-Lok der FO* - Furka-Oberalp - eingesetzt, während vier
der anfänglich fünf Wagen durch die DFB - Dampfbahn
Furka-Bergstrecke - gestellt wurden (Bild: Kreuzungshalt in Nätschen).
Die DFB zeichnete auch für die Organisation dieser Fahrt
verantwortlich.
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Ab 1987 hat die FO* der DFB
den seit der Eröffnung des Furkabasistunnels zwischen Realp und
Oberwald nicht mehr benötigten Streckenabschnitt über die Furka zum
Betrieb überlassen. Deshalb muss normalerweise in Realp von den
topmodernen FO*-Wagen in die nicht mehr so unseren Komfortgewohnheiten
entsprechende, aber hervorragend restaurierte "Holzklasse"
umgestiegen werden. Für diese Sonderfahrt erlaubte Goliath FO* dem
kleinen David DFB nebst den durchgehenden Wagen sogar die
Dampftraktion ab Andermatt (Bild).
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Natürlich hatten die
fahrplanmässigen Züge Priorität, was zu längeren Kreuzungshalten
führte. Aber tatsächlich stand bei unserer Ankunft in Andermatt die
DFB-Dampflok (Bild) schon bereit, was nicht nur die mitreisenden und
die uns auf der Strasse verfolgenden Fotografen erfreute, sondern auch
Dutzende von Touristen, die so zu exklusiven Bildern kamen. Nach der
Zuckelfahrt durchs Urserental wartete ein weiterer Leckerbissen auf
Reisende und Fotografen beim Ostportal des ...
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... Basistunnels (Bild: vom
Sonderzug aus aufgenommen). Erstmals wurde das wiedererstellte
Verbindungsgleis zwischen Realp FO* und Realp DFB durch einen Reisezug
befahren. Etwas voreilig wurde es seinerzeit durch die FO*
entfernt, da sie der Wiederinbetriebnahme der Bergstrecke keine
grossen Chancen einräumte - und wenn sie doch kommen sollte, ganz
bestimmt nichts damit zu tun haben wollte. Wie sich doch Ansichten
innert kurzer Zeit ändern können! Vielleicht fährt ja später
einmal doch wieder zumindest ein "Glacier-Express" pro Tag
über den Berg statt unten durch.
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Nachdem die Wiedereröffnung
des Abschnittes Gletsch-Oberwald noch in weiter Ferne liegt, dürfte
dies vorerst ein Wunschtraum bleiben. Den Teilnehmern der Sonderfahrt
blieb nichts anderes übrig, als während der Mittagsverpflegung den
vorbeibrausenden, eleganten Salonwagen (Bild) neidlos zuzuschauen.
Sicher hätten deren Passagiere aber gerne mit uns getauscht. Aber die gedrängten Reiseprogramme der Tour-Operators
lassen solche Abenteuer normalerweise nicht zu.
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Nach dem Mittagessen begann
in Realp DFB (Bild) die Fahrt auf der alten Bergstrecke. Seit 1992 ist
das Teilstück bis Tiefenbach wieder in Betrieb. Tausende von
Fronarbeiterstunden - und natürlich auch Tausende von Franken, sei es
in Form von "Aktienzeichnungen", von Spenden oder
Sponsorenbeiträgen - wurden schon für diese erste und dann auch noch
für die folgenden Etappen benötigt. Trotz vielen Schwierigkeiten
organisatorischer und baulicher Art wurde bereits ein Jahr später die
Station Furka, Einfahrtsportal zum alten Scheiteltunnel, erreicht.
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Dort machte auch unsere
Sonderfahrt nochmals Halt. Dies bot nicht nur die Gelegenheit, wegen
der noch fehlenden Drehscheibe in Gletsch bereits hier die Dampflok zu
wenden, sondern auch mit einem Glas Sekt auf die bisherige Geschichte
dieser Alpenbahn und ihre Zukunft anzustossen (Bild). Anschliessend
wurde mit der durch Streckenblock gesicherten Tunnelfahrt die im Jahre
2000 wieder eröffnete Strecke nach dem vorläufigen Endpunkt ...
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,,, Gletsch (Bild) in Angriff
genommen. Nach rund sechseinhalb Stunden endete hier die
Jubiläumsfahrt. Jeden Sommer verkehren fahrplanmässige Dampfzüge
von Realp nach Gletsch oder in der Gegenrichtung. Ausserhalb der
Ferienzeit verkehren sie aber nur am Wochenende. 105 Minuten dauert
die Fahrt mit den Zwischenhalten. Die Verantwortlichen der Bahn
hoffen, bis 2006 den durchgehenden Betrieb nach Oberwald aufnehmen zu
können. Aber bereits heute ist eine Fahrt mit dieser Bahn eine Reise
wert.
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Den Teilnehmern der
Sonderfahrt wird das Erlebnis Furka aber zudem besonders in Erinnerung
bleiben. Sollten je Fotos und Reiseeindrücke am Verblassen sein,
hilft bestimmt die erhaltene Urkunde (Bild) dem Gedächtnis wieder
nach.
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Auf den 1. Januar 2003 wurde die FO mit der BVZ - Zermatt-Bahn - zur neuen "Matterhorn
Gotthard Bahn" zusammengeschlossen.
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